Mittwoch, 16. Dezember 2009

Heißkalt

Eine Stimme aus China:

"在世界专家们通过新闻界念经式地大肆喧嚷,地球将因大地温度上升而毁灭的同时,人一人之间的温度却变得越来越冷."


"Während die Gebetsmühlen der Klimapropheten, von den Schallverstärkern der Mainstream-Medien in ein alles überdröhnendes Getöse gesteigert, das Weltende durch Erwärmung verkünden, wird es zwischen den Menschen auf Erden immer kälter." (Da Lao Hu)

Dienstag, 22. September 2009

Die Wunderwaffe in SWR 2


LMG - im Kern eine AK 47 In einem Filmporträt von arte aus dem Jahr 2000 führt der Erfinder stolz seine Waffe vor

Michail Kalaschnikow, Erfinder der weltweit mit ca. 100 Millionen Stück am Weitesten verbreiteten und verheerendsten Kriegswaffe aller Zeiten, wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Seinem eigenen Bekunden nach erfand er die Waffe während des Zweiten Weltkrieges zum Kampf gegen die Deutschen; deren "Sturmgewehr 44" war ein Vorbild. Robust, zuverlässig, kinderleicht zu bedienen und zu warten - dadurch wurde die AK 47 ("Awtomat Kalaschnikowa 1947") auch in der Hand wenig gebildeter Sowjetsoldaten zur mächtigen Tötungsmaschine. Wie der Name sagt: für den Krieg gegen die Nationalsozialisten kam sie zu spät. Um so erfolgreicher war sie in Vietnam und auf allen anderen Kriegsschauplätzen der Welt.

Blutige Profite


Vielfalt von Varianten Im Laufe von über 60 Jahren wurden viele Varianten der AK 47 gebaut
Nicht nur die Verbündeten der Sowjetunion bauten sie nach, der internationale Waffenhandel machte und macht Milliardenprofite mit der AK 47 und den Nachfolgern. Waffennarren in aller Welt bekommen leuchtende Augen, wenn sie über das Potential des Sturmgewehrs reden - Terrorkommandos und Drogenkrieger auch. Darüber berichtete eine 90minütige Dokumentation auf "arte" im Jahr 2000, der die Fotos entnommen sind. Was im Film nicht zu sehen war, aber in SWR 2 "Wissen" demnächst zu hören sein wird: Worin die Verwandtschaft von "AK 47" und "Sturmgewehr 44" wirklich liegt, wie ausgeerechnet die Kalaschnikow aus der DDR massenhaft Sowjetsoldaten tötete und wie die Kampagne "Control Arms" versucht, den weltweiten Waffenhandel zu begrenzen.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Der Charme der Stasi


Die FAZ (nicht nur sie) berichtet über Tausende Karrieren ehemaliger hauptamtlicher und inoffizieller Stasimitarbeiter im öffentlichen Dienst. Muss man sich darüber wundern?
Brauchbare Anpasser sind eine gehätschelte Spezies in Verwaltungen - auch in Unternehmen. Man muss sich über solche Karrieren also nicht wundern, auch nicht über die Tendenz zum Verniedlichen der DäDäÄrr. Sie ist längst ein selbstverständlicher Impuls quotengesteuerter Medienidiotie. Es sind nicht die Clubs und Gesellschaften von Ex-Stasis, Ex-Grenztruppen, Ex-Was-Weiß-Ich-Für-Machtstrukturen, die Furcht einflößen, es ist vielmehr die wachsende Bereitschaft, qualifizierte Minderheitsmeinungen zugunsten des rituellen Blökens von Umfrageherden zu unterdrücken. Der Charme der Kontrollen und Verbote als vermeintliche Konfliktlöser wächst. Dagegen schwindet der Wille, das demokratische Gemeinwesen mit seinen Kontroversen als mühevolle aber lohnende Aufgabe anzunehmen

Dienstag, 16. Juni 2009


Sonntag war Kirschentag: die Früchtchen lockten überreich und süß von allen Streuobstwiesen. Was für'n Fest! Abends unterm Regenbogen feiern mit Freunden: so sieht Glück aus

Donnerstag, 14. Mai 2009

Wikipedias Urgroßvater


Das ist der Titel eines Features für SWR 2 "Wissen". Es wurde am 8.5.09 zur üblichen "Wissen"-Zeit - morgens 8:30 Uhr - ausgestrahlt, ist jetzt als podcast in der ARD Mediathek im Internet verfügbar:

Achja: Der berühmte Urgroßvater ist niemand anderes als der "Lexikon-Meyer".

Montag, 20. April 2009

Blütenwunder

Die Veilchen haben sich vor meine Tür geschlichen
Des nachts und niemand hörte ihren leisen Schritt.
Sie brachten ihre lila Träume mit
Ein Blütenlächeln, dem all meine Sorgen wichen
Und jene Hoffnung, die wir ewig nennen
Die jedem Frühling seine Blüten schafft
Mit flüchtigster und unbezwungener Kraft
Und liebestrunken, dass die Nächte brennen.

Sonntag, 1. März 2009

Diagnose: Eigensinn, Prognose: unbestimmt


Vor ziemlich genau 100 Jahren reiste mein Großvater Karl Bornmüller als Seemann um die Welt. Er war monatelang unterwegs, die Bedingungen an Bord waren hart
Eine seiner Fahrten nach Südostasien verlief unvorhergesehen: der Weltkrieg war ausgebrochen, ein britischer Kreuzer brachte das deutsche Handelsschiff im Indischen Ozean auf, der frischgebackene Schiffsingenieur verbrachte seinen 30sten Geburtstag und fünf folgende Jahre bis 1919 in einem Camp für Kriegsgefangene in der australischen Wüste.
Danach war es mit der Seefahrt vorbei. Nachkrieg, Inflation, Weltwirtschaftskrise verhinderten, dass er jemals wieder die heimische Kleinstadt verlassen konnte. Aber die Geschichten, die er erzählte, die seltsamen Souvenirs des Weltreisenden haben den Enkel später nicht ruhen lassen: er war dauerhaft von Reisen in den Fernen Osten nicht abzuhalten - nicht durch Mauern und Stacheldraht, nicht durch Drohungen mit Haft, nicht durch Berufsverbot und Isolierung bis an den Rand der Existenzfähigkeit.
Die eigensinnigen Kosmopoliten von gestern und heute sollen gelobt sein!