Donnerstag, 2. Dezember 2010

Bestsellerautor und Dramentheoretiker: Gustav Freytag
Erfolgsautor und Dramentheoretiker des 19. Jahrhunderts: Gustav Freytag

Immer wieder einmal werde ich nach der Herkunft meines Vornamens gefragt; eine Facebook-Bekannte verknüpfte ihn auf für mich sehr schmeichelhafte Weise mit dem biblischen Immanuel.
Ob die Germanen sich den Immanuel bei den Römern ausgeliehen haben, weiß ich nicht. Der Immo existiert jedenfalls - soweit mir bekannt - als Kurzform verschiedener germanischer Namen. "Immo, der Thüring" taucht in einem Roman von Gustav Freytag (* 13. Juli 1816 in Kreuzburg, Oberschlesien; † 30. April 1895 in Wiesbaden) auf: "Die Ahnen - das Nest der Zaunkönige"; einem Historienschinken wie sie heutzutage massenhaft in den Markt gedrückt werden. Über den Immo wird dort gesagt:

»Du wirst ihn wild und tückisch finden«, versetzte Tutilo. »In den ersten Jahren hat ihn unser Herr Bernheri verzogen, jetzt tun ihm Hunger und Geißel not, und du würdest ihn vielleicht im Keller auf dem Stroh erblicken, statt dort in hoher Luft, wenn die Brüder nicht allzuoft an das Verdienst seines Ahnherrn dächten ... er ist aus dem Geschlechte eines seligen Helden, der, wie sie sagen, zugleich mit dem heiligen Bonifazius von den Heiden erschlagen wurde. Sein Ahnherr war es, zu dem der Heilige in der Todesnot seine letzten Worte sprach, welche in den Büchern geschrieben stehen: Wirf dein Schwert von dir! Und darum haben auch von je die Männer und Frauen seines Geschlechtes unser Kloster mit Hufen und Gaben ausgestattet.«

Literarisch liegt mir sowas sehr, sehr fern. Aber den Namen haben meine Mutter und die Omma ausgesucht, ich konnte mich nicht wehren. Lieber als etwa "Kurt", "Walter" oder "Erich" ist er mir schon.

Sonntag, 13. Juni 2010

Literaturwelt. Das Blog. "Bücher brauchen Kinder"

Rezension zu einem Kinderbuch

Lies mir vor
Geschichten für Kinder


Die Anthologie ist im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem Literaturportal „autorenweb.de /Deine Literatur im Internet“ entstanden und steht unter der Schirmherrschaft des Rotary Club Berlin Potsdamer Platz.

Die Anthologie umfasst 16 ausgewählte Geschichten und Gedichte
und bietet die Möglichkeit mit den Autoren zu interagieren. Sie können über die begleitende Internetseite Ihre Lieblingsgeschichte wählen, die Geschichten kommentieren, Kontakt mit den Autoren aufnehmen und weitere Geschichten der Autoren lesen.

Die Erlöse aus dem Buchverkauf unterstützen die sozialen Projekte des Rotary Club Berlin Potsdamer Platz.

Sonntag, 30. Mai 2010

Aktuell



Aktuell: "'Tod eines Reformers - Manager und die Führungskultur der Zukunft'am 7.6.2010 8:30 auf SWR 2"

Montag, 3. Mai 2010

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Ändern wir das Management: Die Erde braucht es!
Montag, 7. Juni, 8.30 Uhr SWR 2 "Wissen", danach als podcast im Internet:
Tod eines Reformers - Manager und die Führungskultur der Zukunft
Von Immo Sennewald


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Freitag, 9. April 2010

Literaturwelt. Das Blog.

Generationenroman



Literaturwelt. Das Blog.: "Im Herbst kommt die Fortsetzung – deshalb erlaube ich mir, noch einmal auf den Roman “Blick vom Turm” hinzuweisen, der 2008 im Salier Verlag Leipzig erschienen ist."

Mittwoch, 7. April 2010

Der nackte Kaiser « Eigensinn verpflichtet!

Was aus dem Kind wurde, das des Kaisers neue Kleider öffentlich als kollektiven Wahn bloßstellte, verschweigt H.C.Andersen. Vermutlich hat es sich - vom frühen Erfolgserlebnis verführt - für den Rest seines Lebens den Platz zwischen den Stühlen gesichert.

Der nackte Kaiser « Eigensinn verpflichtet!

Eigensinn verpflichtet!

Das ARD-Fernsehen feiert sich selbst für eine narrative Attacke auf Scientology. Hier ein Kommentar dazu – als Auszug aus
“Der menschliche Kosmos”)

Eigensinn verpflichtet!

Frühling reist « Eigensinn verpflichtet!

Was grünen kann, grünt, was blühen kann, blüht, was singen kann, singt ...
Wer nix davon mitbekommt, darf sich wenigstens rühmen, voll im Trend zu sein.

Frühling reist « Eigensinn verpflichtet!

Samstag, 13. März 2010

Das Gespenst des Klassenfeindes

 

DDR-Fahne

Die Übermacht war gewaltig: nur etwa hundert gut ausgebildete Angehörige einer geheimen Armee, die sich gern selbst zu den besten der Welt rechnet, immer noch, obwohl sie samt dem Staatswesen, für dessen Sicherheit sie in Dienst genommen war, vor zwanzig Jahren unterging; diese kaum hundert Sicherheitsspezialisten, immerhin bewaffnet mit der besten halbautomatischen Schützenwaffe aller Zeiten, AK 47, dem „Awtamat Kalaschnikowa“, Schusskadenz 600 pro Minute, oder mindestens mit einer Dienstpistole, natürlich versehen
mit der zugehörigen Munition, bei Bedarf unterstützt durch Schützenpanzer; diese nicht einmal hundert Helden des sozialistischen Internationalismus also trafen auf den in allen Zeitungen der Partei, im Rundfunk, Staatsfernsehen und zahllosen Propagandaschriften beschriebenen Klassenfeind in seiner bedrohlichsten Form: als bewaffnetem Terrorismus.
Der Feind plante den Umsturz, er wollte ein Fanal setzen dafür durch die Ermordung eines führenden Genossen der Sozialistischen Einheitspartei. Strategie und Taktik waren in viele Jahre währenden Gesprächen vorbereitet, immer wieder hatten sich die Putschisten an scheinbar harmlosen Orten mit Namen wie „Stern“, „Krone“, „Luthergrund“, „Schüffler“ oder „Rommelsburg“ (spätestens dieser Name muss dem wachsamen Klassenkämpfer verdächtig erscheinen: „Rommels“ – des Nazigenerals – „Burg“!) verabredet, sich mit alkoholischen Getränken in konterrevolutionäre Stimmung versetzt und staatsfeindliche Hetze betrieben. Aus dem Dunkel der Thüringer Wälder heraus wollten sie zuschlagen, ihre Zahl war Besorgnis erregend, ihre Bewaffnung, wenn auch noch nicht im Detail bekannt, gab Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen.
Die tapferen Kämpfer der Suhler Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit waren in Bedrängnis. Der Gegner, offensichtlich zum Äußersten entschlossen, hatte weithin verlauten lassen, man strebe, ausgehend vom grenznahen kleinsten und doch so ehrgeizigen Bezirk Suhl, nach Verhältnissen wie in der CSSR. Dort taumelte im Jahre 1968 das Brudervolk, von Konterrevolutionären verführt, von schwächlichen Revisionisten in der
Führung der Kommunistischen Partei im Stich gelassen, westlicher Dekadenz entgegen. Die personellen Stützpunkte des Feindes in Thüringen schreckten vor Reden über die Abschaffung des in der DDR bewährten Sozialismus unter der Führung der Partei der Arbeiterklasse mit ihrem Ersten Sekretär des Politbüros an der Spitze nicht zurück. Das bedeutete den Ernstfall, es bedeutete, dass alles, was den Tschekisten – so nannten sich die Kämpfer an der unsichtbaren Front gern im Respekt vor den sowjetischen Vorbildern – lieb und teuer war, was zu schützen sie mit einem Eid besiegelt hatten, auf dem Spiel stand. Es bedeutete, dass die Stunde der Bewährung gegen einen übermächtigen Feind gekommen war.
Wer in einer fast aussichtslosen Lage ist, muss mit seinen Mitteln haushalten. Vor allem muss er die Mittel des Gegners genauestens auskundschaften. Dies nun war der – womöglich einzige – Vorteil der Suhler Kämpfer gegenüber den hochgerüsteten Umstürzlern. Es war nämlich gelungen, die Ehefrau eines Mannes als Informantin zu gewinnen, der über die Bewaffnung der feindlichen Verbände bestens informiert war. Leider erwies er sich gegenüber seiner Gattin als nicht auskunftswillig. Erst mittels eines Tricks („Du Schlappschwanz prahlst doch nur mit deinem Schießprügel“) brachte sie ihn dazu, seinen illegalen Waffenbesitz zu offenbaren. Dies nun wiederum gab den Kundschaftern Instrumente in die Hand, den Schießprügelbesitzer unter Druck zu setzten und die Gefahr in ihrer vollen
Größe zu offenbaren. Niemand hätte gewagt vorherzusagen, welches Ausmaß die Bedrohung bereits hatte. Es stellte ich heraus, dass 35 Personen illegal Waffen besaßen.
Man muss leider sagen, dass im Sammelpunkt der feindlichen Konterbande, dem Dorf Steinbach im Kreis Bad Salzungen, der ideologische Rückhalt der Bevölkerung schlecht war. Sie war vom Westfernsehen unterwandert, in alten Denkweisen verhaftet; sogar ein Genosse der Volkspolizei wilderte und der Bürgermeister war korrupt, ein unsicherer Kantonist.
DIE GANZE GESCHICHTE ZUM HÖREN AUF SWR 2 "LEBEN": http://goo.gl/o5bTB.

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Leben in China « Eigensinn verpflichtet!

Leben in China « Eigensinn verpflichtet!